2. Heft: Religion und Staat.
Die Reformation in der Landgrafschaft Hessen
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Dokumentenverzeichnis |
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| Einführung Heft 2 | |
| Wie alle Territorialfürsten im Reich unterstützte auch der hessische Landgraf die Bemühungen der Kirche, durch Visitationen einen Anstoß zur Reform des Lebens in den Klöstern zu geben. (Aus: E. G. Franz, Kloster Haina. Urkunden und Regesten [= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck 9.6], Marburg 1970, Nr. 1269) | |
| Dokument 2 | Anlaß für Luthers 95 Thesen war der Ablaßhandel des Erzbischofs Albrecht von Mainz. Die Ablaßinstruktion des Erzbischofs stammt aus dem Jahre 1517. (Aus: Heiko A. Obermann, Die Kirche im Zeitalter der Reformation, Berlin 1981, S. 13) |
| Dokument 3 | Der Ablaßbrief des Erzbischofs Albrecht von Mainz, wie alle Ablässe in lateinischer Sprache verfaßt, ist auf den Fritzlarer Schöffen Cyriacus Iring und dessen Ehefrau Eila ausgestellt; er stammt aus dem Jahr 1517. (Urkunden Stift Fritzlar, 1517 Mai 20. Lit.: F. Wolff, Luther in Marburg (= Marburger Reihe 19), Marburg 1983, S. 9) |
| Dokument 4 | Während der Ritter-Fehde bot im Jahre 1518 ein Kaufmann auf der Frankfurter Messe ein Flugblatt mit zwei Liedern auf Landgraf Philipp von Hessen an, eins voller Bewunderung, das andere als spöttisches Gegenlied. Der hessische Beamte Ludwig Lersner konnte zwar alle Drucke aufkaufen, den Namen des Druckers aber nicht erfahren, da der Verkäufer schnell entwichen war. Die Abbildung zeigt das Gegenlied mit dem "Sänger" und dem Notenteil. (Best. 3 Nr. 86; Druck: R. von Liliencron, Die historischen Volkslieder der Deutschen, Bd. 3, Leipzig 1867, Nr. 341) |
| Dokument 5 | Der Bericht des Hersfelder Pfarrers Balthasar Raida an den Landgrafen Philipp über die Entwicklung Georg Witzels aus dem Jahr 1538 gibt einen guten Einblick in die Anfangsjahre der Reformation. (Best. 22a Nr. 1; Druck: G. Franz, Ein Gutachten über Georg Witzel und seine Lehre. In: Festschrift K. A. Eckhardt, Marburg 1961, S. 155-168) |
| Dokument 6 | Die Karikatur über den Verkauf der Ablaßbriefe hat Jörg Breu der Ältere im Jahre 1530 herausgegeben. (Aus: Flugblätter der Reformation und des Bauernkriegs aus der Sammlung des Schloßmuseums Gotha, Leipzig 1976, Nr. 6) |
| Dokument 7 | Die zwölf Artikel der Bauern aus dem Jahr 1525 zeigen die Vermischung von religiösen und sozialen Forderungen. (Best. 3 Nr. 2687; Druck: H. Kaczerowsky (hrsg.), Flugschriften des Bauernkrieges, Hamburg 1970, S. 7 ff.) |
| Dokument 8 | Der Chronist Wigand Lauze schildert in seiner Lebensbeschreibung des Landgrafen Philipp die Schlacht bei Frankenhausen aus dem Jahr 1525. (Aus: Wigand Lauze, Leben Philipps des Großmütigen, hrsg. von Bernhardi und Schubert, ZHG Suppl. 2, 1841, S. 98 ff.) |
| Dokument 9 | Eines der reichsten Klöster war das Zisterzienserkloster Haina, das Landgraf Philipp 1527 aufhob und in ein Hospital für arme, kranke männliche Dorfbewohner umwandelte. Es ist noch heute ein psychiatrisches Krankenhaus. (Kupferstich aus Matthäus Merian, Topographia Hassiae, Frankfurt 1646, Neudruck Kassel 1959, hrsg. von W. Niemeyer) |
| Dokument 10 | Wigand Lauze informiert seine Leser über die Kastenordnung und die Aufhebung der Klöster in Jahre 1527. (Aus: Lauze, Leben Philipps (wie Dok. 8) S. 140 f.) |
| Dokument 11 | Der Gedenkstein des Bildhauers Philipp Soldan aus dem Jahre 1542 soll an die Umwandlung der Klöster in Hospitäler durch Landgraf Philipp erinnern. Auf der rechten Seite des Reliefs betreut die heilige Elisabeth, die Ahnin der hessischen Landgrafen, einen Armen. (Foto: Josef Gils, Lichtbildarchiv Marburg) |
| Dokument 12 | Mit großer Sorgfalt stellten die landgräflichen Beamten Inventare aller Wertgegenstände in den aufzuhebenden Klöstern her. Die Nonnen und Mönche wurden einzeln befragt, ob sie das Kloster verlassen wollten. Über diesen Vorgang sind umfangreiche Protokolle erhalten; der vorliegende Auszug stammt aus dem Frauenkloster Caldern. (Best. 22a Generalia Nr. 1 u. Paket 2; Druck: Fr. Schunder, Die oberhessischen Klöster. Regesten und Urkunden, Bd. 1, Marburg 1961 [= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck. 9], Nr. 229, 230) |
| Dokument 13 | Die Klosterinsassen mußten, um beim Ausscheiden aus dem Kloster eine Abfindung zu erhalten, einen Verzichtsbrief unterschreiben. (Best. 22a Generalia Paket 2) |
| Dokument 14 | Der Theologe Adam Krafft, Adamus Crato, (1493 - 1558) war einer der entscheidenden Organisatoren der Reformation in Hessen. Holzschnitt von Wilhelm Dilich aus dem Jahre 1605. (Aus: Ferdinand Justi, Professorum Marburgensium icones a Wilhelmo Dilichio delineatas, Marburg 1898, Nr. 2) |
| Dokument 15 | Der Bericht Adam Kraffts und anderer landgräflicher Beamter über die Auswirkungen der Reformation aus dem Jahre 1529 ist ein bemerkenswertes Beispiel für Verantwortung und Mut vor Fürstenthronen. (Best. 22a Nr. 1,6; Druck: G. Franz, Urkundliche Quellen zur hessischen Reformationsgeschichte [= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck. 11], Bd. 2, Marburg 1954, S. 89-91, Nr. 139) |
| Dokument 16 | In der religiösen Bewegung der Täufer sah der hessische Landgraf eine große Gefahr für die Einheit des evangelischen Glaubens. Auszug aus dem Ausschreiben gegen die "Wiedertäufer", 1528. (Best. 22a Nr. 1,11; Druck: Franz, Urkundl. Quellen (wie Dok. 15), Bd. 4, Marburg 1951, S. 17-19, Nr. 7) |
| Dokument 17 | Auszug aus der "Ziegenhainer Zuchtordnung" aus dem Jahre 1539. (Aus: E. Sehling, Die evangelischen Kirchenordnungen, Bd. 7 (Hessen), Tübingen 1965, S. 104) |
| Dokument 18 | Der Universität und der Knabenschule, dem Pädagogium, werden die Gebäude der ehemaligen Klöster zur Verfügung gestellt. Das Bild zeigt das Barfüßer Tor mit der Kirche und dem ehemaligen Kloster der Franziskaner in Marburg, Kupferstich von Wilhelm Dilich, 1605. (W. Dilich, Hessische Chronica, Kassel 1605, Nachdruck Kassel 1981, hrsg. W. Niemeyer) |
| Dokument 19 | Karte der Landgrafschaft Hessen. (Nach: Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, S. 106) |
| Dokument 20 | Auf der "Homberger Synode" 1526 wird die Reformation in Hessen offiziell eingeführt und vor allem die Ausbildung der Knaben in den Schulen und an der neugegründeten Universität in Marburg organisiert. (Aus: H. Hermelink: Reformation der Kirchen Hessens, Marburg 1926, S. 3 ff.) |
| Dokument 21 | Durch eine "Stipendiaten-Ordnung" regelte der Landgraf die Finanzierung des Studiums. (Verordnungen; Druck: Bruno Hildebrand, Urkundensammlung über Verfassung und Verwaltung der Universität Marburg unter Landgraf Philipp dem Großmütigen, Marburg 1848, S. 39 f.) |
| Dokument 22 | Das ehemalige Kloster der Dominikaner mit der gotischen Kirche blieb bis zu seinem Abbruch und dem Neubau in den Jahren 1874-1891 das größte Gebäude der neuen Universität, Federzeichnung von F. Justi, 1880. (Aus: F. Küch u. B. Niemeyer, Die Bau- und Kunstdenkmäler im Regierungsbezirk Kassel VIII, Kassel 1934, S. 29) |
| Dokument 23 | Der Speisezettel (in Umschrift, Abbildung nur erste Seite) zeigt, daß die Versorgung der Studenten genau geregelt war. (Best. 22b Nr. 43, zu 1570; Druck: H. Meyer zu Ermgassen, Tisch und Losament. In: W. Heinemeyer (hrsg.), Studium und Stipendium [= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. 37], Marburg 1977, S. 101-240, hier: S. 214 f.) |
| Dokument 24 | Das Marburger Religionsgespräch ist ein Beispiel für Landgraf Philipps Versuch, die unterschiedlichen Strömungen innerhalb der evangelischen Lehre zu einen. Im 15. Artikel spiegelt sich der nicht zu überbrückende Gegensatz zwischen Luther und Zwingli. (Best. 3 Nr. 245; Facsimiledruck in: K. Dülfer, Dokumente zur Reformationsgeschichte, Stuttgart 1972) |
| Dokument 25 | Die Abbildungen zeigen die letzte Seite mit den Unterschriften der Beteiligten und die erste Seite des umfangreichen Protokolls über das Marburger Religionsgespräch (wie Dok. 24) S. 43-44 |
| Dokument 26 | Eines der sieben Gemälde des Historienmalers Peter J. Th. Janssens aus dem Jahre 1903 in der neogotischen Aula der Philipps-Universität hält den "Einzug der Reformatoren" fest. (Foto Marburg; Abb. in: M. Lemberg u. G. Oberlik, Die Wandgemälde des Peter Janssen in der Alten Aula der Philipps-Universität zu Marburg 1985) |
| Dokument 27 | Martin Luthers Brief an seine Ehefrau Katharina während seines Aufenthalts in Marburg, 1529. (Best. 3 Nr. 2687; Druck: WAB [= D. Martin Luthers Werke], Weimarer Ausgabe, 4. Abt. Briefwechsel, Bd. 5, Nr. 1476) |
| Dokument 28 | Der Maler Lucas Cranach hat mehrere Porträts von Luther und seiner Ehefrau Katharina von Bora angefertigt; die beiden Porträts sind die Verlobungsbildnisse aus dem Jahre 1526. (Aus: Martin Luther, Städte, Stätten, Stationen, Leipzig 1983, S. 227) |
| Dokument 29 | Zur Rechtfertigung seiner Position gegen den Kaiser teilt Philipp der Großmütige im Jahre 1530 Martin Luther seine Gedanken über das Recht zum Widerstand mit. (Best. 3 Nr.2687; Druck: WAB (wie Dok. 27), Nr. 1737) |
| Dokument 30 | Ein Porträt Landgraf Philipps von Hessen. Holzschnitt von Hans Brosamer 1534. (nach Lucas Cranach) (Aus: A. v. Drach u. G. Könnecke, Die Bildnisse Philipps des Großmütigen, Marburg 1904) |
| Dokument 31 | Auszug aus dem Schmalkaldischen Bundesvertrag aus dem Jahre 1531. (Druck: E. Fabian, Die Entstehung des Schmalkaldischen Bundes und seiner Verfassung, Tübingen 1962, S. 350 ff.) |
| Dokument 32 | Eine der problematischsten Entscheidungen des Landgrafen war seine Zweitehe mit Margarete von der Sale. Der Briefwechsel läßt ahnen, in welch schwierige Lage Luther gebracht wurde, als die Bigamie im Reich bekannt wurde. Der Landgraf dankt Luther am 5. April 1540 für seinen Ratschlag; die Abbildung zeigt die erste Seite des Konzepts mit handschriftlichen Ergänzungen des Landgrafen. (Best. 3 Nr. 2687; Druck: WAB (wie Dok. 27), Bd. 9, Nr. 3458) |
| Dokument 33 | Martin Luther antwortet am 10. April 1540 und bittet darum, seinen Ratschlag geheimzuhalten. (Best. 3 Nr. 2687; Druck: WAB (wie Dok. 27), Bd. 9, Nr. 3462) |
| Dokument 34 | Auszug aus dem Reimgedicht über den Schmalkaldischen Krieg aus den Jahren 1546/47. (Aus: Hans W. Kirchhof, Kleine Schriften (hrsg. von B. Gotzkowsky), Stuttgart 1981, S. 76 f.) |
| Dokument 35 | Landgraf Philipp war im Jahre 1547 gezwungen, um Verzeihung zu erlangen, durch einen Fußfall vor dem Kaiser öffentlich seine Unterwerfung zu demonstrieren. (Anonyme Flugschrift: Wahrhafte Beschreibung, welcher gestalt vor der Röm. Kais. Majestät zu Hall an der Sal Landgraff Philips zu Hessen [...] einen Fußfall gethan, o.O., o.J. (1547) |
| Dokument 36 | Der erzwungenen Annahme des sogenannten "Interims" im Jahre 1548 sind zahlreiche Spottlieder zu verdanken; der Auszug aus dem vorliegenden Lied bezieht sich auf den Melsunger Pfarrer Lening, der in Begleitung des Marschalls Ludwig von Baumbach das Interim verkünden mußte. (Best. 3 Nr. 964; Druck: Franz, Urkundl. Quellen (wie Dok. 15), Bd. 3, Marburg 1955, S. 76 f., Nr. 650a) |
| Dokument 37 | Der Auszug aus einem Reisebericht zeigt, wie im evangelischen Hessen das Interim verkündet wurde und wie die Geistlichkeit reagierte. (Best. 3 Nr. 964; Druck: Franz, Urkundl. Quellen (wie Dok. 15), Bd. 3, Marburg 1955, S. 65, Nr. 651) |
| Dokument 38 | Auszüge aus den Bestimmungen des "Augsburger Religionsfriedens" aus dem Jahre 1555. (Aus: Robert Stupperich, Die Reformation in Deutschland, Gütersloh 1980, S. 205 f.) |
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